Leistungen

Prüfung mit Mehrwert


Die Prü­fung des Jahresab­schlusses wird häu­fig als lästige und teure Pflichtübung ange­se­hen. HSP REVISION bietet Prü­fung mit Mehrw­ert für den Unternehmer und den Geschäfts­führer.

Wir ver­ste­hen unter Abschlussprü­fung mehr als nur die Prü­fung von Zahlen. Grund­lage unser­er Tätigkeit ist die Analyse der im Unternehmen vorhan­de­nen Man­age­ment- und Geschäft­sprozesse. Dabei prüfen wir, inwieweit sich die organ­isatorischen Regelun­gen des Unternehmens und die Anweisun­gen der Unternehmensführung im Ein­klang mit gel­tenden geset­zlichen Bes­tim­mungen befind­en und inwieweit diese Vor­gaben im All­t­ag wirk­lich gelebt wer­den.

Wir unter­stützen unsere Man­dan­ten somit bei der Wahrnehmung notwendi­ger Kon­troll­funk­tio­nen und machen auf mögliche Lück­en im inter­nen Kon­troll­sys­tem aufmerk­sam. Zu unseren Auf­gaben gehören auch Auf­bau und Prü­fung der inter­nen Report­ingsys­teme. Mit diesem Prü­fungsansatz führen unsere Prü­fungsak­tiv­itäten für die Unternehmen zu einem Mehr an Sicher­heit und Prof­itabil­ität.

Gründungsprüfungen

Zwin­gende Grün­dungs- und Nach­grün­dung­sprü­fun­gen find­en bei Kap­i­talge­sellschaften, also

  • Aktienge­sellschaften
  • GmbHs
  • Kom­man­dit­ge­sellschaften auf Aktien

statt. Lediglich bei GmbHs ist nur in Fällen der Sach­grün­dung oder der gemis­cht­en Bar-/Sach­grün­dung eine Prü­fung oblig­a­torisch. Bei Personen(handels)gesellschaften spie­len der­ar­tige Grün­dung­sprü­fun­gen keine Rolle, da die Frage der Erbringung/Einlage des Kap­i­tals nur dann zum Tra­gen kommt, wenn sich im Nach­hinein her­ausstellen sollte, dass die Ein­lage wert­mäßig nicht erbracht wor­den ist. In diesem Fall kommt es dann zur Haf­tung des betr­e­f­fend­en Gesellschafters. Im Übri­gen ist die Unter­schei­dung zwis­chen Haftein­lage (charak­ter­isiert Haf­tungskap­i­tal Drit­ten, also Gläu­bigern, gegenüber) und den Pflichtein­la­gen (Ein­la­gener­bringung der Gesellschafter untere­inan­der im Innen­ver­hält­nis) für Personen(handels)gesellschaften von entschei­den­der Bedeu­tung. Frei­willige Prü­fun­gen sind derzeit möglich, wen­ngle­ich es von den Bedürfnis­sen der Gesellschafter abhängt.

Gesetzliche und freiwillige Jahres- und Konzernabschlussprüfungen

Die klas­sis­che Abschussprü­fung prak­tizieren wir mit umfassender Erfahrung, Pro­fes­sion­al­ität und unter Ein­satz mod­ern­er Daten­ver­ar­beitung. Die gewis­senhafte Aus­führung geset­zlich vorgeschrieben­er und frei­williger Jahresab­schluss- und Konz­ern­ab­schlussprü­fun­gen sich­ern wir mit einem risiko- und prozes­sori­en­tierten Prü­fungsansatz.

Durch die unab­hängig und kom­pe­tent durchge­führte Abschlussprü­fung bietet HSP REVISION seinen Man­dan­ten und den Adres­sat­en des Jahresab­schlusses ein hohes Maß an Sicher­heit.

Unser Leis­tungsspek­trum im Bere­ich Jahresab­schluss- und Konz­ern­ab­schlussprü­fung:

  • geset­zliche und frei­willige Jahresab­schlussprü­fun­gen
  • geset­zliche und frei­willige Konz­ern­ab­schlussprü­fun­gen
  • Prü­fun­gen nach inter­na­tionalen Rech­nungsle­gungs­stan­dards IFRS

Prüfungen von kommunalen Gesellschaften und Eigenbetrieben (einschließlich Prüfung nach § 53 HGrG)

Die Prü­fungs- und Beratungsar­beit von HSP REVISION umfasst das gesamte Spek­trum an Lösun­gen, um Man­dan­ten aus dem öffentlichen Sek­tor inter­diszi­plinär zu begleit­en.

Für Kommunen:
  • Umstel­lung auf das Neue Kom­mu­nale Finanz­man­age­ment
  • Prü­fung der Eröff­nungs­bi­lanz, von Jahresab­schlüssen und Gesamtab­schlüssen
  • Unter­stützung und Beratung von Rech­nung­sprü­fungsämtern bei der Prü­fung von Eröff­nungs­bi­lanzen und Jahresab­schlüssen
  • Entwick­lung und Gestal­tung von Dien­stan­weisun­gen
  • Organ­i­sa­tion­s­analyse und Opti­mierung von Ver­wal­tungsabläufen
Für öffentliche Unternehmen:
  • Abschlussprü­fung für Eigen­be­triebe und Eigenge­sellschaften aller Rechts­for­men ein­schließlich Zweck­ver­bän­den und Anstal­ten
  • Prü­fung nach § 53 HGrG
  • Leis­tun­gen der Inter­nen Revi­sion
  • Restruk­turierung von Arbeitsabläufen
  • Ein­rich­tung und Prü­fung von Risiko­man­age­mentsys­te­men
  • Sanierungs­ber­atung
  • Unternehmens­be­w­er­tun­gen

Die öffentliche Hand bewegt sich in einem Umfeld, das durch demografis­chen Wan­del, die Glob­al­isierung und die zunehmend anges­pan­nte Haushalt­slage geprägt ist. Darüber hin­aus ist auch ein zunehmender Wet­tbe­werb zwis­chen einzel­nen Kom­munen zu beobacht­en. Diese Entwick­lun­gen haben die Rah­menbe­din­gun­gen für die öffentliche Hand und die öffentlichen Ver­wal­tun­gen erhe­blich verän­dert. Dementsprechend wird in den Ver­wal­tun­gen an Strate­gien und Konzepten gear­beit­et, um die erforder­lichen Anpas­sung­sprozesse wirk­sam zu gestal­ten. Es geht darum, Lösungsan­sätze und Gesamt­strate­gien zu entwick­eln, die geeignet sind, einen max­i­malen Nutzen für Bürg­er und Gemein­schaft unter möglichst effizien­ter Nutzung der Steuergelder zu real­isieren. Die Ein­führung der Doppik bei Kom­munen ist ein Bestandteil dieser Gesamt­strate­gie. Sie soll zu ein­er verbesserten und effek­tiv­en Infor­ma­tion­slage beitra­gen und die Qual­ität der Entschei­dung­sprozesse steigern. In diesem dynamis­chen Umfeld sehen wir uns als Part­ner, der Sie mit einem auf Ihre Bedürfnisse zugeschnit­te­nen Dien­stleis­tungsange­bot unter­stützen kann.

Due Diligence-Prüfungen im Rahmen von Unternehmenskäufen

Unter Due Dil­li­gence (Beteili­gung­sprü­fung, Infor­ma­tion­sof­fen­le­gung) ver­ste­ht man die sorgfältige, sys­tem­a­tis­che und detail­lierte Erhe­bung, Prü­fung und Analyse von Dat­en eines Investitions‑, Über­nahme- oder Fusion­skan­di­dat­en beziehungsweise die Offen­le­gung der Dat­en durch das Zielob­jekt. Die Ini­tia­tive zur Due Dil­li­gence kann ana­log zur Transak­tion­sini­tia­tive sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer des Unternehmens oder der Beteili­gung aus­ge­hen. Im Kauf- beziehungsweise Verkauf­sprozess fol­gt die Due Dil­li­gence der Iden­ti­fizierung des Akqui­si­tion­sob­jek­ts beziehungsweise der Käufer und der Klärung des Verkaufs- beziehungsweise Kauf­s­in­ter­ess­es. Sie dient neben der generellen Kauf- beziehungsweise Verkauf­sentschei­dung auch zur Fes­tle­gung des Ver­hal­tens und der Forderun­gen in den fol­gen­den Kauf- beziehungsweise Verkaufsver­hand­lun­gen. Sie kann sowohl vom Unternehmen selb­st oder auch in deren Auf­trag von einem spezial­isierten Wirtschaft­sprü­fung­sun­ternehmen über­nom­men wer­den.

Im Rah­men unser­er Leis­tun­gen zur Due Dil­li­gence prüfen wir fol­gende Felder unter anderem für unsere Man­dan­ten ab:

  • Rechtliche Aspek­te: Die Legal Due Dil­li­gence umfasst neben der Analyse der Eigen­tumsver­hält­nisse auch die Unter­suchung der Gesellschaft­sun­ter­la­gen, der han­del­srechtliche Ein­tra­gung, der Regelun­gen in Gesellschaftsver­trag und Satzung, der vom Unternehmen geschlosse­nen Verträge und Vere­in­barun­gen, arbeits- und dien­strechtliche Angele­gen­heit­en und mögliche oder bere­its laufende Recht­stre­it­igkeit­en und behördliche Ver­fahren. Hierzu wird meist ein rechtlich­er Berater hinzuge­zo­gen.
  • Steueraspek­te: Die Tax Due Dil­li­gence beschäftigt sich mit Steuer- und Bilan­zan­gele­gen­heit­en, darunter Bilanzpoli­tik, ausste­hende Steuerzahlun­gen, Steuer­risiken und die steuer­liche Auswirkung der Transak­tion­sstruk­tur.
  • Finan­zlage und Report­ing: Finan­cial Due Dil­li­gence entspricht im Wesentlichen ein­er Analyse des inter­nen und exter­nen Rech­nungswe­sen und Con­trol­ling zur Beurteilung der finanziellen Sit­u­a­tion. Die Infor­ma­tio­nen stam­men haupt­säch­lich aus Bilanzen, Gewinn- und Ver­lus­trech­nung sowie Kap­i­talflussrech­nung. Hier­bei kommt es auch zu ein­er Betra­ch­tung der Bilanzpoli­tik, Qual­ität des Report­ings, Trans­parenz in der Berichter­stat­tung, Finanzstruk­tur, Ver­mö­genswerte, Verbindlichkeit­en, Kap­i­tal­struk­tur, Liq­uid­ität, Finanzierungsmöglichkeit­en und ‑kosten.
  • Mark­t­stel­lung und Zukun­ft­sen­twick­lung: Die Busi­ness Oppor­tu­ni­ty oder Mar­ket Due Dil­li­gence beurteilt ein­er­seits aktuelle strate­gis­che Aspek­te wie die Qual­ität des Stam­mgeschäfts, Stel­lung inner­halb der Branche, der Patentsi­t­u­a­tion und Sell­ing Propo­si­tion. Ander­er­seits wird auch ver­sucht, die zukün­fti­gen Entwick­lun­gen des Mark­tes, mögliche Chan­cen und Risiken abzuschätzen.
  • Human Resource-Aspek­te: Die Man­age­ment Due Dil­li­gence beurteilt die Qual­ität des Man­age­ments hin­sichtlich Aus­bil­dung, Erfahrung und Ref­eren­zen.
  • Divest­ment­möglichkeit­en: Die Exit-Due Dilu­gence gewin­nt vor allem im Bere­ich Ven­ture Cap­i­tal auf­grund der hohen Bedeu­tung des Exits an Wichtigkeit. Hier­bei wird analysiert, welche Exitkanäle und unter welchen Bedin­gun­gen diese zur Ver­fü­gung ste­hen.
  • Son­stige Inhalte: Dies kann unter anderem umwel­trechtliche Angele­gen­heit­en, strate­gis­che Aspek­te und zum Transak­tion­szeit­punkt bezo­gene Abwä­gun­gen (Win­dow Dress­ing) bein­hal­ten.

Die Due Dil­li­gence ist beson­ders im Bere­ich Ven­ture Cap­i­tal wichtig, da pri­vate Unternehmen kein­er Pub­lika­tion­spflicht unter­liegen und somit weniger Infor­ma­tio­nen vor­liegen. Meist sind dies auch junge Unternehmen, welche sich in der Entwick­lungsphase befind­en und nicht auf eine lange Erfahrung in ihrem Stam­mgeschäft zurück­blick­en kön­nen. Dadurch existieren weniger Infor­ma­tio­nen und eine höher­er Ungewis­sheit.

Die Due Dil­li­gence nimmt einen Zeitraum von etwa drei bis sechs Monat­en in Anspruch und ist meist in Phasen gegliedert, um den Infor­ma­tion­saufwand im Falle ein­er neg­a­tiv­en Beurteilung zu reduzieren. So begin­nt sie mit ein­er Grob­analyse (Screen­ing) und geht bei pos­i­tiv­er Beurteil in die Fein­analyse über. In dieser Phase wer­den auch inten­sive Gespräche mit dem Man­age­ment und Besich­ti­gun­gen vor Ort durchge­führt. Die Ergeb­nisse der Due Dil­li­gence wer­den in einem abschließen­den Bericht fest­ge­hal­ten.

Prüfungen nach dem Umwandlungsgesetz (insbesondere Verschmelzungs‑, Spaltungs- und Formwechselprüfungen)

Umwand­lun­gen von Gesellschaften in eine andere Rechts­form kön­nen entwed­er nach den Regelun­gen des BGB und HGB oder nach den beson­deren Regelun­gen des Umwand­lungs­ge­set­zes von stat­ten gehen. Regelmäßig sind hier gravierende steuer­liche Unter­schiede zu beacht­en.

Verschmelzungsprüfung

Unter ein­er Ver­schmelzung ver­ste­ht man die Über­tra­gung des Ver­mö­gens eines Recht­strägers oder mehrerer Recht­sträger auf einen anderen, entwed­er schon beste­hen­den (sog. »Ver­schmelzung durch Auf­nahme«) oder neu gegrün­de­ten (sog. »Ver­schmelzung durch Neu­grün­dung«), Recht­sträger im Wege der Gesamtrecht­snach­folge unter Auflö­sung ohne Abwick­lung, wobei den Anteilsin­hab­ern des über­tra­gen­den und erlöschen­den Recht­strägers im Wege des Anteil­stausches eine Beteili­gung an dem übernehmenden oder neuen Recht­sträger gewährt wird. Neben rechtlichen, ins­beson­dere steuer­rechtlichen Erwä­gun­gen bedarf es der Prü­fung des Ver­schmelzungsver­trages oder seines Entwur­fes durch einen oder mehrere sachver­ständi­ge Prüfer, soweit dies im Umwand­lungs­ge­setz vorgeschrieben ist. Allerd­ings ist eine Ver­schmelzung­sprü­fung nicht erforder­lich, wenn alle Anteil­seign­er hier­auf in notarielle beurkun­de­ter Form verzicht­en oder sich die Anteile des über­tra­gen­den Recht­strägers in der Hand des übernehmenden Recht­strägers befind­en, also ein Anteil­stausch mithin nicht stat­tfind­et (§ 9 Abs. 2, 3 UmwG). Im Übri­gen wird der Ver­schmelzung­sprüfer auf Antrag des Vertre­tung­sor­gans vom Gericht bestellt. Sie kön­nen für mehrere oder alle an der Ver­schmelzung beteiligten Recht­sträger gemein­sam bestellt wer­den (§ 10 Abs. 1 UmwG). Der oder die Ver­schmelzung­sprüfer hat/haben gemäß § 12 UmwG einen schriftlichen Bericht zu erstellen. Eine gemein­same Erstel­lung ist möglich. Im Prü­fungs­bericht sind als wesentlich­er Inhalt die zur Unternehmens­be­w­er­tung gewählten Meth­o­d­en, die Gründe der Meth­o­d­en­wahl und die gegebe­nen­falls bei der Anwen­dung ver­schieden­er Meth­o­d­en ermit­tel­ten Umtauschver­hält­nisse darzustellen (§ 12 Abs. 2 UmwG). Zu schließen hat der Prü­fungs­bericht mit ein­er Erk­lärung darüber, ob das im Ver­schmelzungsver­trag vorgeschla­gene Umtauschver­hält­nis der Anteile sowie die Höhe der eventuell zu leis­ten­den baren Zuzahlun­gen oder die Mit­glied­schaft in dem übernehmenden Recht­sträger als Gegen­wert angemessen ist. Nicht Auf­gabe des Ver­schmelzung­sprüfers ist es, die wirtschaftliche Zweck­mäßigkeit ein­er Ver­schmelzung über­prüfen. Dies ist einzig und allein Auf­gabe der an der Ver­schmelzung beteiligten Anteil­seign­er. In Abhängigkeit der an der Ver­schmelzung beteiligten Recht­sträger, ins­beson­dere im Falle der Ver­schmelzung durch Neu­grün­dung sind die jew­eili­gen Grün­dungsvorschriften einzuhal­ten. Bei Ver­schmelzun­gen nach den Regelun­gen des Umwand­lungs­ge­set­zes hat der über­tra­gende Recht­sträger gemäß § 17 Abs. 2 Satz 1, 2 UmwG eine Schluss­bi­lanz aufzustellen, die der Reg­is­ter­an­mel­dung der Ver­schmelzung beizufü­gen ist. Nach § 17 Abs. 2 Satz 4 UmwG muss die Schluss­bi­lanz aufzustellen, die der Reg­is­ter­an­mel­dung der Ver­schmelzung beizufü­gen ist. Nach § 17 Abs. 2 Satz 4 UmwG muss die Schluss­bi­lanz auf einen Stich­tag aufgestellt wer­den, der höch­stens acht Tage vor dem Tag der Anmel­dung liegt. Die Schluss­bi­lanz kann auch auf einen anderen Stich­tag als den nor­malen Stich­tag aufgestellt wer­den. Da die Ver­schmelzung erst mit Ein­tra­gung wirk­sam wird, ist es dann erforder­lich, auf diesen Bilanzs­tich­tag einen Jahresab­schluss nach den all­ge­meinen Vorschriften zu erstellen und gegebe­nen­falls prüfen zu lassen. Bei bes­timmten Recht­strägern (z. B. bei ein­er Aktienge­sellschaft) ist unter Umstän­den eine Zwis­chen­bi­lanz zu erstellen, wenn der let­zte auszule­gende Jahresab­schluss auf einen Stich­tag erstellt wird, der mehr als sechs Monate vor dem Abschluss des Ver­schmelzungsver­trages oder der Auf­stel­lung des Entwur­fes liegt. Unter Umstän­den kann die Erstel­lung ein­er Zwis­chen­bi­lanz ver­mieden wer­den. Im Zuge von Ver­schmelzun­gen stellen sich dann in der Folge Bilanzierungs­fra­gen bei dem über­tra­ge­nen Recht­sträger und beim übernehmenden Recht­sträger. Wenn eine Ver­schmelzung durch Auf­nahme erfol­gt, dann braucht der übernehmende Recht­sträger auf den Ver­schmelzungsstich­tag keine Über­nah­me­bi­lanz aufzustellen; der Ver­schmelzungsvor­gang ist laufend­er Geschäftsvor­fall. Find­et dem gegenüber eine Ver­schmelzung durch Neu­grün­dung statt, dann hat der neue Recht­sträger auf den Tag des Wirk­samw­er­dens der Ver­schmelzung gemäß § 242 Abs. 1 HGB eine Eröff­nungs­bi­lanz aufzustellen.

Spaltungsprüfungen

Das Gegen­stück zu Ver­schmelzung ist die Spal­tung. Während die Ver­schmelzung zur Zusam­men­führung von Unternehmen führt, führt die Spal­tung zur Tren­nung bish­eriger Unternehmen. Gemein­sam ist der Ver­schmelzung und der Spal­tung das Vor­liegen der Gesamtrecht­snach­folge. Der gravierend­ste Unter­schied liegt in der Notwendigkeit, bei der Spal­tung festzule­gen, welche Ver­mö­gen­steile auf den jew­eili­gen Recht­sträger überge­hen sollen, während bei der Ver­schmelzung das gesamte Ver­mö­gen auf einen Recht­sträger überge­ht. Gemäß § 135 Abs. 2 UmwG sind bei der Spal­tung zur Neu­grün­dung die für die jew­eilige Rechts­form des neuen Recht­strägers gel­tenden Grün­dungsvorschriften zu beacht­en. Allerd­ings ist keine Min­destzahl der Gründe einzuhal­ten. An der Spal­tung kön­nen gemäß §§ 124 Abs. 1, 3 Abs. 1 UmwG als über­tra­gende, übernehmende oder neue Recht­sträger teil­nehmen:

  • Per­so­n­en­han­dels­ge­sellschaften und Part­ner­schafts­ge­sellschaften
  • Kap­i­talge­sellschaften
  • einge­tra­gene Genossen­schaften
  • einge­tra­gene Vere­ine
  • genossen­schaftliche Prü­fungsver­bände
  • Ver­sicherungsvere­ine auf Gegen­seit­igkeit.

Als über­tra­gende Recht­sträger kom­men für eine Aus­gliederung von Ver­mö­gen­steilen auch fol­gende Rechtssub­jek­te in Betra­cht:

  • Einzelka­u­fleute
  • wirtschaftliche Vere­ine
  • Stiftun­gen

Eine inter­es­sante Gestal­tungsalter­na­tive stellt die sog. »nicht-ver­hält­niswahrende« Spal­tung dar. Eine solche liegt immer dann vor, wenn die Anteil­seign­er am übernehmenden Recht­sträger nicht in dem Rechtsver­hält­nis beteiligt wer­den, wie es dem Ver­hält­nis ihrer Beteili­gung am über­tra­gen­den Ver­mö­gen­steil entsprechen würde. Hier­durch ist es möglich, eine Tren­nung von Gesellschafter­grup­pen und Fam­i­lien­stämme im Wege der Son­der­recht­snach­folge zu ermöglichen.

Formwechselprüfung

Während bei ein­er Ver­schmelzung oder Spal­tung mehrere Recht­sträger beteiligt sind, ist bei einem Formwech­sel stets nur ein Recht­sträger betrof­fen. Statt eines Ver­trages ist bei einem Formwech­sel ein entsprechen­der Umwand­lungs­beschluss erforder­lich. Anders als Ver­schmelzung oder Spal­tung find­et beim Formwech­sel keine Ver­mö­gen­süber­tra­gung statt. Eine Schluss­bi­lanz ist nicht zu erstellen und eben­so find­et keine Prü­fung statt. Allerd­ings gibt es nach­fol­gend genan­nte Beson­der­heit­en:

Der Formwech­sel ist gemäß § 191 Abs. 1 UmwG möglich bei

  • Per­so­n­en­han­dels­ge­sellschaften
  • Part­ner­schafts­ge­sellschaften
  • Kap­i­talge­sellschaften
  • einge­tra­ge­nen Genossen­schaften
  • rechts­fähi­gen Vere­inen
  • Ver­sicherungsvere­inen auf Gegen­seit­igkeit
  • Kör­per­schaften und Anstal­ten des öffentlichen Rechts

Gemäß § 191 Abs. 2 UmwG kön­nen Recht­sträger neuer Rechts­for­men nur sein

  • Gesellschaften des bürg­er­lichen Rechts
  • Per­so­n­en­han­dels­ge­sellschaften
  • Part­ner­schafts­ge­sellschaften
  • Kap­i­talge­sellschaften
  • einge­tra­gene Genossen­schaften

Han­del­srechtlich ist im Gegen­satz zum Steuer­recht §§ 14, 25 Umw­StG die Auf­stel­lung von Über­tra­gungs- und Eröff­nungs­bi­lanzen in den Fällen des Formwech­sels nicht erforder­lich. Han­del­srechtlich sind somit die Buch­w­erte fortzuführen. Das Steuer­recht ges­tat­tet demge­genüber die Möglichkeit der Aufdeck­ung stiller Reser­ven. Bei der Auf­stel­lung des ersten auf den Formwech­sel fol­gen­den Jahresab­schlusses sind je nach Rechts­form des neuen Recht­strägers gegebe­nen­falls andere Ansatzvorschriften und Bilanzierungswahlrechte zu beacht­en. Ins­beson­dere bet­rifft dies den Formwech­sel ein­er Per­so­n­en­han­dels­ge­sellschaft in eine Kap­i­talge­sellschaft, da dann die ergänzen­den Vorschriften für Kap­i­talge­sellschaften (§§ 264 ff. HGB) zu befol­gen sind. Wenn einen Kap­i­talge­sellschaft in eine Per­so­n­en­han­dels­ge­sellschaft formwech­sel­nd umge­wan­delt wird, treten an die Stelle des bish­eri­gen geze­ich­neten Kap­i­tals und etwaiger Kap­i­tal- oder Gewin­nrück­la­gen die Kap­italkon­ten der Gesellschafter. Wird eine GmbH eine Aktienge­sellschaft for­mgewech­selt wird das bish­erige Stammkap­i­tal der GmbH zum Grund­kap­i­tal der Aktienge­sellschaft. Im umgekehrten Fall wird das bish­erige Grund­kap­i­tal der Aktienge­sellschaft zum Stammkap­i­tal der GmbH. Im Zuge des Formwech­sels eventuell erforder­lich wer­dende Kap­i­taler­höhun­gen oder Kap­i­tal­her­ab­set­zun­gen unter­liegen den üblichen Vorschriften des GmbH-Geset­zes und des Aktienge­set­ztes über die Änderung des Stamm- bzw. Grund­kap­i­tals.

Prüfungen nach der Makler- und Bauträgerverordnung

Nach § 16 der Mak­ler- und Bauträgerverord­nung (MaBV) haben Gewer­be­treibende, die in bes­timmten erlaub­nispflichti­gen Bere­ichen des § 34 c der Gewer­be­ord­nung tätig sind, jährlich durch einen Prü­fungs­bericht nachzuweisen, dass die Verpflich­tun­gen der §§ 2–14 MaBV einge­hal­ten wur­den.

Die Pflicht zur Vor­lage des Prü­fungs­berichts beste­ht für fol­gende Tätigkeits­felder: Ver­mit­tlung des Abschlusses von Verträ­gen über den Erwerb von Anteilscheinen ein­er Kap­i­ta­lan­lagege­sellschaft oder Invest­men­tak­tienge­sellschaft, von aus­ländis­chen Invest­men­tan­teilen, die im Gel­tungs­bere­ich des Invest­ment­ge­set­zes öffentlich ver­trieben wer­den dür­fen, von son­sti­gen öffentlich ange­bote­nen Ver­mö­gen­san­la­gen, die für gemein­same Rech­nung der Anleger ver­wal­tet wer­den, von öffentlich ange­bote­nen Anteilen ein­er Kap­i­talge­sellschaft oder Kom­man­dit­ge­sellschaft und von ver­brieften Forderun­gen gegen eine Kap­i­talge­sellschaft oder Kom­man­dit­ge­sellschaft, Vor­bere­itung oder Durch­führung von Bau­vorhaben als Bauherr im eige­nen Namen für eigene oder fremde Rech­nung unter Ver­wen­dung von Ver­mö­genswerten von Erwer­bern, Mietern, Pächtern, son­sti­gen Nutzungs­berechtigten, von Bewer­bern um Erwerbs- oder Nutzungsrechte, Wirtschaftliche Vor­bere­itung oder Durch­führung von Bau­vorhaben als Baube­treuer im frem­den Namen für fremde Rech­nung.

Der Bericht ist durch einen geeigneten Prüfer zu erstellen und für jedes Kalen­der­jahr bis spätestens zum 31.12. des darauf­fol­gen­den Jahres unaufge­fordert einzure­ichen.

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